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Der 100. Jahrestag des Ersten Weltkriegs im Saarland

Boucle de la Sarre
© D.R.
Image locale (image propre et limitée à l'article, invisible en médiathèque)

Das Saarland hat nun mit den  Feierlichkeiten des deutsch-französischen Jahres in Bezug auf das 50. Jubiläum des Elysee-Vertrags abgeschlossen.  Das „Frankreichjahr 2013“, große Jubiläumsaktion der saarländischen Regierung, hat unter dem Impuls des Ministerpräsidentin und Bevollmächtigten für die deutsch-französischen kulturellen Beziehungen, Frau Kramp-Karrenbauer, die Menschen an über 200 Veranstaltungen versammelt. Die zahlreichen Veranstaltungen boten die Gelegenheit, die Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern zu feiern, gerade in diesem  Bundesland, welches  sich seit über 50 Jahren als Schmelztiegel unserer bilateralen Zusammenarbeit, besonders im Bereich Kultur und Bildung (das älteste deutsch-französische Gymnasium ist in Saarland untergebracht) versteht.

Das Saarland setzt nun 2014 sein Vorgehen, mit den Gedenkfeiern an das 100-Jährige Jubiläum des Ersten Weltkrieges, fort. Diese Region, die abwechselnd zu Frankreich oder Deutschland gehörte, ist im Laufe seiner wirtschaftlichen Mutation, nicht nur  zum Symbol unserer Aussöhnung sondern auch ein Ort der Begegnung geworden. Die Gebäude des ehemaligen Grenzpostens „Goldene Bremm“ (an der Autobahn A 320 – A6), die auch noch nach der Öffnung der Grenze, im Rahmen des Schengen Abkommen,  standen, wurden letzten Mai   abgerissen. Sie symbolisierten eine der letzten Spuren einer Grenze, die längst zugunsten einer regionalen europäischen Kooperation gewichen ist.

Diesen außergewöhnlichen Weg, den wir zurückgelegt haben, möchte das Saarland auch in Bezug auf  unsere gemeinsame zerrissene Geschichte betrachten: sich im Saarländisch-Lothringischem Raum, gemeinsam, Deutsche und Franzosen, an den ersten Weltkrieg zu erinnern, bedeutet auch, daran zu denken, dass wir eine Lehre, für ein friedliches Europa und den freien Austausch dank dem Freizügigkeitsabkommen, aus den erbrachten Opfer gezogen haben. Es ist auch die Gelegenheit der jungen Generation die Möglichkeit zu bieten, die Akteure für die Übermittlung dieser Geschichte zu sein.

In diesem Sinne hat die Saarländische Regierung eine Arbeitsgruppe im Ministerium gestartet,  welche die Vertreter des Staates und die Gebietskörperschaften aus Lothringen vereint um über die jenseits der jeweiligen Grenze organisierten Gedenkfeiern auszutauschen und die Veranstaltungen festzulegen, die gemeinsam organisiert werden könnten.

Bis jetzt hat das Saarland vor, ungefähr zehn Veranstaltungen in verschiedenen Bereichen (Filmen, Lesungen, Ausstellungen, Nachbildung von Zeitungen usw.) durchzuführen und wird sich dafür auf viele Akteure stützen, wie z.B. Museen (Historisches Museum des Saarlandes, Museum von Ottweiler), Stiftungen, Ministerien… Unter diesen Veranstaltungen werden bereits einige in enger Zusammenarbeit geleitet. Das gilt zum Beispiel für die Veranstaltung „Spuren, Erinnerungen, Grenzen“. Sie wird von Frau Gille, Rektorin der Akademie Nancy-Metz auf französischer Seite, und Herrn Commerçon, Minister für Bildung und Kultur auf saarländische Seite organisiert und soll dazu dienen, saarländische und lothringische Schulen zusammenzuschließen. Diese sind eingeladen, anhand von materiellen Überlassungen  oder gedanklichen Erinnerungen, die durch den Konflikt in der Region hinterlassen wurden,  künstlerische Produktionen zu kreieren, aber auch über die Bedeutung der Deutsch-Französischen Aussöhnung und über die verschiedenen Dimensionen der Begriff „Grenze“, nachzudenken. Die „Deutsch-Französischen musikalischen Treffen“, werden den deutschen und französischen Komponisten gewidmet und es wird aus Tagebüchern von Soldaten vorgelesen werden. Eine dieser Veranstaltung wird am 8. April 2014 in Saarbrücken stattfinden. Letztendlich erstellt auch der Eurodistrict Saar-Moselle eine Reportage, denn diese Struktur bildet das erfolgreichste Symbol unserer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die am besten ein solches Projekt beherbergen kann.

Das Saarland vorbereitet sich ohne Zweifel auf den Gedenkfeiern mit genauso viel Begeisterung wie für das 50. Jubiläum des Elysée-Vertrags. Das Land ist sich bewusst, dass es sich hier um eine gemeinsame Erbe unserer bewegten Geschichte handelt, dessen Erinnerung, die wir gemeinsam pflegen, auch mit unserer jeweiligen Jugend, uns ermöglichen wird, den notwendigen Arbeit der Europäischen Integration fortzusetzen.