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Gedenkprojekte in anderen Ländern

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Verschiedene Länder engagieren sich bereits bei der Ausarbeitung von umfangreichen Gedenkprogrammen auf nationalem und internationalem Niveau. Nachdem die letzten Kriegsteilnehmer verstorben sind, meinen die Regierungen der am Krieg beteiligten Länder jetzt, dass es nicht mehr ausreicht, ihre Erinnerung in Ehren zu halten, sondern dass vielmehr pädagogische und wissenschaftliche Arbeiten in Angriff genommen werden sollten. Zudem wünschen diese Länder, in ihren Gedenkprogrammen einen wichtigen Platz für kulturelle Veranstaltungen zu reservieren. Die Länder, auf deren Gebiet sich ehemalige Schlachtfelder befinden, haben ihrerseits geplant, von 2014 bis 2018 den Fremdenverkehr zu den Orten der Erinnerung zu fördern.

Belgien

Am 7. Dezember 2012 gab der belgische Premierminister die Termine und Orte für drei Gedenkveranstaltungen von internationaler Bedeutung bekannt: am 4. August 2014 in Lüttich zum 100. Jahrestag des Einmarschs in Belgien und der Verletzung der Neutralität des Königreichs, am 28. Oktober 2014 in Ypern und Nieuport zum 100. Jahrestag der ersten Schlacht von Ypern, und am 11. November 2018 in Brüssel zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands. Des Weiteren sind zahlreiche kulturelle Projekte geplant, sowie die Restaurierung der symbolträchtigsten ehemaligen Schlachtfelder. Die Ideen und Projekte, die Flandern und die Föderation Wallonien-Brüssel anlässlich des 100. Jahrestages umsetzen wollen, können auf folgenden Websites eingesehen werden :

Großbritannien

Premierminister David Cameron gab am 11. Oktober 2012 bekannt, dass die britische Regierung 50 Millionen Pfund (62 Millionen Euro) bereitstellen würde, um die Gedenkveranstaltungen zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges zu einem historischen Ereignis und einem echten Moment der nationalen Sammlung zu machen. Der größte Teil dieser Fonds wird in die Renovierung des Imperial War Museum investiert. Mehrere Millionen werden für Projekte mit dem Schwerpunkt Bildung ausgegeben, damit die Gedenkveranstaltungen zum 100. Jahrestag ein dauerhaftes Erbe für die jüngeren Generationen hinterlassen. Das britische Programm enthält daher das Projekt, zwei Schüler jeder Schule des Landes in Begleitung eines Lehrers als „Botschafter“ auf die ehemaligen Schlachtfelder in Belgien und Frankreich zu senden. Das Imperial War Museum ist dabei ein wichtiger Partner der Behörden. Die Projekte werden unter www.1914.org vorgestellt.

Italien

In Italien ernannte der Staatspräsident per Dekret vom 3. August 2012 den Unterstaatssekretär Paolo Peluffo zum Vorsitzenden des Rates zur Koordinierung der Aktionen im Rahmen des 100. Jahrestages. Als erste Maßnahmen gab Herr Peluffo die Gründung eines „Museums des Ersten Weltkrieges“ und die Restaurierung wichtiger Gedenkstätten und Denkmäler bekannt, von denen sich 12.000 in Italien befinden. Eine spezifische Seite wird demnächst ins Internet gestellt. Die Autonome Provinz Trient hat bereits ihren eigenen Internetauftrit t: www.trentinograndeguerra.it.

Australien

Ein Budget von 83 Millionen Dollar (67 Millionen Euro) wird für die Organisation der verschiedenen Aktivitäten zum Gedenken an den 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges bereitgestellt. Wie in den anderen Ländern sind die Bereiche Pädagogik und Kultur besondere Schwerpunkte, die mit der Veranstaltung von Ausstellungen im ganzen Land gesetzt werden. Die australischen Behörden engagieren sich auch in Gedenkveranstaltungen, unter anderem in Gallipoli (Türkei) und an der ehemaligen Westfront (vor allem an der Somme und in der Region Nord-Pas-de-Calais). Weitere Informationen stehen auf der Webseite www.anzaccentenary.gov.at zur Verfügung.

Neuseeland

Neuseeland hat vier Ziele für die Gedenkveranstaltungen zum 100. Jahrestag: Beteiligung des Publikums, Bewahrung des Kulturerbes, Förderung der Kenntnis der Geschichte des Landes und Vertiefung der Beziehungen mit seinen ausländischen Partnern. Neuseeland hat geplant, auch an den Gedenkveranstaltungen in Gallipoli und auf den ehemaligen Schlachtfeldern an der Westfront teilzunehmen. Unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Kunst, Kultur und Geschichte wurde ein Komitee mit der Koordination des Gedenkprogramms beauftragt. Weitere Informationen stehen auf der Webseite ww100.govt.nz zur Verfügung.

Kanada

Auch wenn bis jetzt noch kein nationaler Koordinator ernannt wurde und keine Internet-Seite existiert, bereitet sich Kanada nicht weniger auf die Gedenkveranstaltungen zum 100. Jahrestag vor. Wie die Schlacht von Gallipoli für Australier und Neuseeländer war für die Kanadier die Schlacht von Vimy (Pas-de-Calais) ein bedeutendes historisches Ereignis für ihre Nation. Am 9. April 2017 kommt der Tag, an dem ganz Kanada dieser furchtbaren Schlacht gedenkt, in der über 66.000 junge Kanadier ihr Leben ließen. 2017 wird auch der 150. Jahrestag der Gründung der Kanadischen Konföderation begangen.

Wenn zu diesem Zeitpunkt auch erst einige Länder mit der Ausarbeitung eines Gedenkprogramms für den 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges begonnen haben, so besteht doch kein Zweifel daran, dass sich ihnen bald viele weitere Nationen anschließen, deren Schicksal vom Ersten Weltkrieg geprägt wurde.