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Der Bericht des ANZAC-Konsultativausschusses an die australische Regierung

Statue du Parc mémorial australien de Fromelles.
© Edouard Roose
Image locale (image propre et limitée à l'article, invisible en médiathèque)

Am 12. Oktober 2011 gründete die australische Regierung den Konsultativausschuss für den Centenaire des ANZAC und beauftragte ihn mit der Beratung und der Ausarbeitung von Empfehlungen bezüglich des Gedenkprogramms zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges bis 2018. Unter dem Vorsitz des ehemaligen Generalstabschefs der Armeen, General Angus Houston, und unter Mitwirkung von sechs thematischen Arbeitsgruppen übergab der beratende Ausschuss am 1. März 2013 seinen Bericht an die australische Regierung.

Der Bericht unterstreicht, dass zwei miteinander verbundene Themen von fundamentaler Bedeutung für den Centenaire des ANZAC sind: Die Erinnerung an die Dienste und Opfer, die die Kämpfer von 1914 – 1918 geleistet haben, und die Ehrung für alle Männer und Frauen Australiens, die seit einem Jahrhundert in Kriegen und Militäroperationen für die Erhaltung des Friedens kämpfen.

Ein vereinigendes Erbe

Der Ausschuss erinnert dran, dass der Centenaire des ANZAC ein starker vereinigender Moment ist, unterstützt von Initiativen zur aktiven Förderung der Beteiligung aller Australier, und fordert die Regierung auf, als Katalysator auf allen Ebenen zu wirken. Der Ausschuss will mit dem Programm des Centenaire ein Gleichgewicht zwischen den großen landesweiten Projekten und den lokalen Initiativen schaffen und alle Gemeinden Australiens vereinigen, ungeachtet ihrer sprachlichen und kulturellen Herkunft.

Der Ausschuss fordert die Geschäftswelt mit Nachdruck dazu auf, ihren Platz im Rahmen des Centenaire einzunehmen und regt die Unternehmen zum Nachdenken darüber an, welche Beiträge sie leisten können, durch Spenden an den öffentlichen Fonds für den Centenaire des ANZAC oder durch Sachzuwendungen.

Der strategische Rahmen

Für die Ausarbeitung des Programms entwarf der Ausschuss einen strategischen Rahmen, der drei Aktionsbereiche umfasst:

  • Pädagogik und Forschung,
  • Gedenken,
  • Kunst und Kultur.

Der Ausschuss formuliert 25 Empfehlungen, darunter zahlreiche Initiativen wie Ausstellungen, Konzerte, Stipendienprogramme, Informationskampagnen für die australische Öffentlichkeit wie auch Vorschläge zu den Jubiläumsdaten der Schlachten, derer es zu gedenken gilt.

Finanzierung und Merchandising

Der Bericht stellt heraus, dass die australische Regierung bereits fast 115 Millionen Dollar für Aktionen in Verbindung mit dem australischen Centenaire bereitgestellt hat. Dieser Betrag enthält insbesondere eine Investition von 10 Millionen Dollar für den Bau eines Gedenkparcours an der Westfront in Frankreich und Belgien.
Der Ausschuss hält den privaten Sektor in Australien dazu an, die Aktionen des Staates zu unterstützen und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln am Centenaire des ANZAC teilzunehmen.

Am 21. April 2013 veröffentlichte die australische Regierung ihre Antwort an den Konsultativausschuss. Von den 25 Empfehlungen des Berichts wurden 22 vorbehaltlos und 3 unter Vorbehalt einer genaueren Prüfung angenommen.